Kinderhomepage der Sophie-Scholl-Schule

 
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Sophie-Scholl-Schule erhält Jacob-Muth-Preis

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Dieses Jahr wurde zum ersten Mal der "Jakob Muth-Preis für inklusive Schule" verliehen. Gleich drei gleichberechtigte Preisträger wurden für Ihren vorbildlichen gemeinsamen Unterricht von behinderten und nicht behinderten Kindern geehrt: die Erika-Mann-Grundschule in Berlin, die Integrierte Gesamtschule Hannover-Linden und unsere Sophie-Scholl-Schule in Gießen. Auf einem Festakt, am 31. August in Berlin, wurde der mit einem Preisgeld in Höhe von 3.000 € dotierte Preis feierlich übergeben. Der Jakob Muth-Preis - benannt nach dem Bochumer Professor Jakob Muth (1927-93), der sich intensiv für eine gemeinsame Erziehung behinderter und nicht behinderter Kinder einsetzte - will den Gedanken des inklusiven Unterrichts in Deutschland vorantreiben.

 

Das Begleit-Video zur Verleihung können Sie bald hier betrachten.

 

 "Faire Bildungschancen für alle Kinder" sind für eine gesunde Gesellschaft unerlässlich; dies beinhaltet auch ein gemeinsames Lernen behinderter und nicht behinderter Kinder in einer "inklusiven Schule". Die Projektträger des Jakob Muth-Preises (Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, die Deutsche UNESCO-Kommission und die Bertelsmann Stiftung) sind überzeugt, dass von einer guten inklusiven Schule alle Kinder profitieren: Sie werden individuell gefördert, erlernen soziale Kompetenzen und den natürlicher Umgang mit menschlicher Vielfalt.

 

Die seit Anfang 2009 auch in Deutschland verbindliche UN Konvention über die Rechte der Menschen mit Behinderungen, fordert in Artikel 24 ein inklusives Schulsystem. Das bedeutet eine "Schule für alle", in der Kinder mit und ohne Behinderung wohnortnah und gemeinsam gemäß ihrer individuellen Bedürfnisse unterrichtet werden. Was sich jedoch so gut anhört, ist leider noch nicht überall umgesetzt. Denn Deutschland ist von diesem Ziel noch weit entfernt: Von den rund 500.000 Schülerinnen und Schülern, denen sonderpädagogischer Förderbedarf zugesprochen wird, werden rund 85 Prozent an Förderschulen unterrichtet. Doch diese erweisen sich häufig als "Sackgasse" für die weitere Entwicklung der Kinder: Sie erhalten nur in den seltensten Fällen einen qualifizierenden Schulabschluss und eine langfristige gesellschaftliche Teilhabe wird ihnen wesentlich erschwert.

 

Doch dass es auch anders geht, zeigen die Preisträger, sowie die weiteren 141 Schulen, die sich ebenfalls um den Preis beworben haben. Die positiven Beispiele für diesen "gemeinsamen Unterricht" sollen bekannt werden und andere Schulen zur Nachahmung ermuntern. Beworben hatten sich für den Preis 144 Schulen aller Schulformen aus allen Bundesländern.

 

Hier finden Sie Informationen zum "Jakob Muth-Preis für inklusive Schule"

 

 

 

 

Bewegt den ganzen Tag: Sophie-Scholl-Schule im Film

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Erinnert ihr euch noch an das Filmteam, das bei uns in der Schule Filmaufnahmen gemacht hat?

An 6 Schulen in Deutschland wurde gefilmt, dabei war es Kameramann und Regisseurin am wichtigsten zu zeigen, wie viel Raum und Zeit Kinder haben, sich während des Schultages zu bewegen und zu spielen.

Es sind tolle Aufnahmen entstanden, viele davon auch aus unserer Schule. Man kann Kinder im Unterricht sehen, in der Pause und im Montagmorgenkreis. Lehrerinnen, Schulleitung und Kinder berichten darüber, warum wir es wichtig finden, dass wir uns in unserer Schule nicht nur anstrengen, sondern danach immer auch entspannen. Bewegung und Spielen im Schultag ist uns sehr wichtig, weil man so viel besser lernen kann.

Nun ist der Film fertig geworden und man kann ihn bald über den Buchhandel als DVD kaufen. In den „Trailer“ – das ist die Film-Vorschau – kann man schon jetzt hinein sehen – und unter anderem Kinder aus der Sophie-Scholl-Schule im Film sehen.

Klickt einfach auf den folgenden Link – und dann: viel Spaß!
http://www.uni-marburg.de/fb21/ifsm/bdgt


 

 

Sonne, Regen und Gewitter

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Ein Singspiel aus "Musik erleben mit allen Sinnen"

Sonne, Regen und Gewitter
 
Es war mal eine kleine weiße Wolke. Sie schwebte am Himmel dahin. Sie tanzte mit den anderen weißen Wolken am klaren blauen Himmel. Da kam ein leichter Wind und ein paar Regentropfen fielen zur Erde. Der Wind pustete und tobte immer stärker. Er wirbelte die weißen Wolken durcheinander. Und die Regentropfen wurden immer mehr, bis es schließlich nur noch so prasselte und in Strömen regnete. Auf einmal war ein leises Grummeln zu hören. Eine schwarze Wolke erschien am Himmel. Sie jagte die weißen Wolken. Und was war das? Ein Blitz! Und schon wieder! Ein Blitz, ein Grummeln, ein lautes Grummeln, ein Donner und immer weiter der prasselnde, strömende Regen! Blitz, Donner, Blitz, Donner, Regen und die schwarze Wolke jagte die weißen Wolken, bis die schwarze Wolke langsamer wurde und die weißen Wolken auch langsamer wurden und sie sich an den Händen nahmen. Sie begannen zu tanzen, der Regen wurde immer weniger und weniger und das Grummeln wurde leiser und leiser und noch leiser, ein letzter Blitz, ein noch leiseres Grummeln und nur noch ganz wenig Regen...und da...kam auch schon die Sonne heraus. Sie zog am Himmel auf und lächelte. Und die Sonne reihte sich zu den weißen Wolken und der schwarzen Wolke und tanzte mit ihnen.

Der Regen wird mit Klanghölzern gespielt, der Wind mit einem Regenmacher, das Grummeln/der Donner mit Handtrommeln, der Blitz mit zwei Becken, die zusammengeschlagen werden und die Sonne mit dem leichten Klang einer Triangel. Während wir mit weißen, schwarzen und gelben Umhängen dazu Wolken und Sonne spielen, hören wir von der CD Musik von L.v. Beethoven, der schon damals - genau wie wir - überlegt hat, wie man mit Instrumenten ein Gewitter nachmachen kann.
 

 

Die Biber pressen Apfelsaft

  • Äpfel waschen
  • Äpfel zerkleinern (Häcksler)
  • Apfelmasse pressen
  • Saft probieren
  • Saft in Flaschen füllen
 

Video-Beitrag im HR - behinderte Schüler besser integrieren

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Für Kinder mit Behinderung ist es leider in Deutschland gar nicht selbstverständlich, gemeinsam mit nicht behinderten Kindern eine Regelschule besuchen zu können.
Dabei garantiert eigentlich das Grundgesetz und jetzt auch eine internationale Vereinbarung (UN Konvention über die Rechte und die Würde von Menschen mit Behinderung), dass niemand z.B. wegen einer Behinderung benachteiligt werden darf. Zu diesem Recht gehört auch, dass eigentlich alle Eltern ein Wahlrecht haben, auf welche Schule ihr Kind gehen soll – egal, ob es eine Behinderung hat oder nicht.
Weil unsere Schule bisher nur bis Klasse 6 geht, müssen die Siebtklässler bisher auf neue Schulen gehen und ihre Eltern müssen beantragen, dass sie das dürfen. Damit das aufhört und bald alle Kinder bis zum Ende der Klasse 10 bei uns an der Sophie-Scholl-Schule lernen können, haben wir einen Antrag für unsere Schule bis Klasse 10 beim Kultusministerium des Landes Hessen gestellt, der zum Glück gewährt wurde und nun bald nach und nach umgesetzt werden soll.

Philipp Koch, bis zum Sommer noch Schüler der Wölfe-Klasse unserer Schule, wollte für das 7. Schuljahr gern an eine Marburger Gesamtschule wechseln. Eine Schule in Marburg, weil Philipp da wohnt, - und eine Gesamtschule, weil dort viele verschiedene Kinder hingehen. Das schien seinen Eltern die zweitbeste Möglichkeit. (Die beste wäre gewesen, wenn Philipp an der Sophie-Scholl-Schule hätte bleiben können.)
Doch das Schulamt in Marburg bestimmte eine Förderschule als neue Schule für Philipp. Das ist eine Schule, die von Kindern mit Behinderung besucht wird. Es sind also nur Kinder dort, die ungefähr so lernen wie Philipp. Weil seine Eltern aber möchten, dass er wieder mit ganz vielen verschiedenen Kindern zur Schule geht, wollen sie, dass ein Gericht ihnen jetzt Recht gibt und Philipp einen Platz an der Gesamtschule zuspricht.
Die ganze Geschichte haben sie dem Fernsehen erzählt und deshalb war neulich ein Kamerateam bei uns in der Schule. Sie haben allgemein in der Schule gefilmt, waren bei den Fledermäusen im Unterricht und haben ein Interview mit der Schulleitung gemacht.
Am Ende ist ein kleiner Filmbeitrag entstanden, der am 21.10.2008 in der „hessenschau“ im Fernsehen gesendet wurde. Weil es ein Film über Philipp und über unsere Schule ist, ist er nun auch auf der Homepage anzuschauen.

Klickt einfach auf das Filmfenster, damit der Beitrag startet:




Dass das Thema derzeit sehr aktuell ist, sieht man auch daran, dass sich neben dem Fernsehen auch das Radio hierfür interessiert, wie man in folgendem Beitrag hören kann. Klickt einfach auf das linke Dreieck, damit der Beitrag startet:






 

So ist es bei uns in der Sophie-Scholl-Schule

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Um 8 Uhr beginnt der Unterricht. Aber unsere Schule macht schon um 7 Uhr auf.
Dann haben die Kinder unter Aufsicht Zeit, um zu lesen und Lego oder  Duplo zu spielen, sie können aber auch unfertige Wochenpläne oder Hausaufgaben beenden.
Um 8 Uhr machen wir einen Morgenkreis. Der Kreis wird immer von einem Kind geleitet. Dort machen wir immer ein Spiel oder singen ein Lied. Wir zählen die Kinder durch und schauen, ob jemand fehlt. Wir zählen vorwärts und rückwärts um auch das zu üben.  Jeden Tag dürfen 3-4 Kinder erzählen, was sie am Tag vorher erlebt haben. Jeder kommt in jeder Woche dran. Wir zählen auch die Schultage und am Ende dürfen sich die Kinder melden, die neuer Morgenkreissprecher werden wollen.
Danach ist Unterricht, danach Frühstück, dann ist wieder Unterricht, danach ist Mittagessen. Dann ist große Pause, dann machen wir Hausaufgaben (mittwochs haben wir nach der großen Pause noch Musik und dann Hausaufgaben).
Bis 14 Uhr haben wir Schule. Danach können die Kinder raus gehen oder in den Nachmittagsraum oder in die Spieliothek gehen, oder in einem Nachmittagskurs mitmachen.
Um 16 Uhr 30 muss jedes Kind spätestens abgeholt sein.

Luca Manns, Fledermäuse